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WER WIR SIND

Unsere erste Treibhausgasbilanz

Im Jahr 2025  haben die Bezirkskliniken Mittelfranken erstmals eine Treibhausgasbilanz erstellt. Die Treibhausgasbilanz wurde für das Jahr 2023 erstellt und erfasst, wie viele Treibhausgase durch unseren Betrieb entstehen.

Mit dieser Treibhausgasbilanz schaffen wir Transparenz und legen die Grundlage dafür, unsere Emissionen künftig Schritt für Schritt zu verringern.

Berücksichtigt wurden alle Kliniken und Heime der Bezirkskliniken Mittelfranken. Die Emissionen werden in sogenannten CO₂‑Äquivalenten dargestellt. So lassen sich unterschiedliche Treibhausgase zusammenfassen und unsere Ergebnisse mit anderen Krankenhäusern vergleichen.

Wo entstehen unsere Emissionen?

Um die Ergebnisse übersichtlich darzustellen, werden die Emissionen in drei Bereiche – sogenannte Scopes – eingeteilt. Die Gesamtübersicht zeigt: Der größte Teil unserer Emissionen entsteht nicht direkt vor Ort, sondern indirekt in vor- und nachgelagerten Bereichen. Auch wenn wir diese Emissionen nicht vollständig selbst steuern können, prägen sie unsere Klimawirkung maßgeblich.

Scope 1

Emissionen aus dem eigenen Betrieb

Dazu zählen Emissionen, die wir unmittelbar selbst verursachen. Das betrifft vor allem die Wärmeerzeugung, zum Beispiel durch Erdgas, Heizöl oder Holzhackschnitzel, sowie den Kraftstoffverbrauch unserer Firmenfahrzeuge. Diese Emissionen machen einen kleineren Teil der Gesamtbilanz aus.

Scope 2

Emissionen aus zugekaufter Energie

Hier wird die bezogene Fernwärme berücksichtigt. Der von uns genutzte Strom stammt zu 100% aus erneuerbaren Energien und ist daher nicht als emissionsrelevant ausgewiesen. Entsprechend gering ist der Anteil von Scope 2 an den Gesamtemissionen.

Scope 3

Emissionen entlang der Liefer- und Nutzungskette

Der mit Abstand größte Anteil entfällt auf Scope 3. Dazu gehören alle indirekten Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen, unter anderem:

  • durch Gebäude, Bau- und Sanierungsmaßnahmen
  • durch eingekaufte Güter wie Medikamente, Medizinprodukte, Mobiliar oder technische Geräte
  • durch Mobilität, etwa den Arbeitsweg der Mitarbeitenden, Fahrten von Patientinnen und Patienten oder Geschäftsreisen
  • durch Abfall, Entsorgung sowie weitere Dienstleistungen

 

Blick auf die Gesamtbilanz

Die Gesamtbilanz zeigt deutlich, dass der größte Teil unserer Treibhausgasemissionen nicht direkt aus dem Betrieb stammt, sondern indirekt entsteht. Vor allem Gebäude, eingekaufte Leistungen, Materialien sowie Mobilität prägen die Klimawirkung der Bezirkskliniken Mittelfranken. 

Die direkten Emissionen aus dem eigenen Energieeinsatz fallen demgegenüber geringer aus, sind aber gut sichtbar und vergleichsweise klar beeinflussbar. 

Die Gesamtbetrachtung hilft uns dabei, Prioritäten zu setzen: Sie zeigt, wo kurzfristige Verbesserungen möglich sind und wo langfristige Veränderungen erforderlich sind, um unsere Emissionen nachhaltig zu senken.

Was folgt daraus?

Auf Grundlage der Ergebnisse konzentrieren wir uns nun auf diejenigen Bereiche, in denen wir selbst Einfluss nehmen können. Diese werden priorisiert und schrittweise mit konkreten Maßnahmen hinterlegt. Dabei berücksichtigen wir die unterschiedlichen Rahmenbedingungen an unseren Standorten – Maßnahmen können daher je nach Einrichtung variieren.

Blick nach vorn

Die erste Treibhausgasbilanz ist ein wichtiger Anfang. Sie hilft uns, besser zu verstehen, wo wir stehen, und zeigt auf, wo wir ansetzen können. In den kommenden Jahren wollen wir die Bilanz weiterentwickeln, Fortschritte messen und Transparenz über unsere nächsten Schritte schaffen.

Und so verbessern die Bezirkskliniken Mittelfranken ihre Treibhausgasbilanz:

Ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung unserer Emissionen ist der kontinuierliche Ausbau der E‑Mobilität. Bereits rund 60 % unserer Pkw-Flotte sind elektrisch betrieben. Durch die Nutzung dieser Fahrzeuge senken wir den direkten CO₂-Ausstoß im eigenen Betrieb und leisten einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlicheren Mobilität.

An vielen Standorten setzen wir auf Trinkwasseranlagen statt abgefüllter Getränke. Dadurch entfallen Abfüllprozesse, Transportwege sowie Verpackungsmaterialien und deren Entsorgung. Diese Maßnahme trägt seit Jahren dazu bei, CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren und Ressourcen einzusparen.

Am Standort Erlagen nutzen wir Regenwasser zur Pflanzenbewässerung. Regenwasser wird von Dächern in ein Regenrückhaltebecken mit Überlauf in einen Bach geleitet und von dort aus über ein Verteilnetz an über das gesamte Gelände verteilte Entnahmestellen geleitet.

Mit Angeboten wie Jobticket und Jobrad unterstützen wir unsere Mitarbeitenden dabei, klimafreundliche Mobilitätsformen zu nutzen. Diese Maßnahmen fördern die Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr – sowohl im Arbeitsalltag als auch im privaten Bereich – und tragen so indirekt zur Verbesserung unserer CO₂-Bilanz bei.

Unsere Neubauprojekte sind initial mit erhöhten CO₂-Emissionen verbunden, zielen jedoch langfristig auf eine deutliche Reduktion des Energiebedarfs ab. Verbesserte Gebäudeisolierung und energieeffiziente Technik wie LED-Beleuchtung senken den Verbrauch nachhaltig. Bei der Wärmeversorgung wird auf unterschiedliche, klimafreundlichere Energieträger gesetzt. Zusätzlich wird jede geeignete Dachfläche mit PV ausgestattet.

Mit dem Closed-Loop Medication Management setzen wir auf einen durchgängig digitalisierten Medikationsprozess. Dadurch werden Abläufe effizienter gestaltet, Fehler reduziert und Ressourcen gezielter eingesetzt. Die digitale Steuerung trägt zudem dazu bei, Materialverbrauch sowie Transport- und Logistikaufwände zu verringern und damit indirekt die Treibhausgasemissionen zu senken.

Durch die Weiterentwicklung unserer Heizungsinfrastruktur am Standort Erlangen optimieren wir den Energieeinsatz und erhöhen die Effizienz der Wärmeversorgung. Im Bestand haben wir einen großen Hackschnitzelkessel. Dieser wird ergänzt durch eine kleinere Hackschnittelanlage und ermöglicht so einen bedarfsgerechteren Betrieb. Eine zusätzliche Wärmepumpe unterstützt die Anlage Durch den Neubau von energieeffizienten Gebäuden mit geringerem Wärmebedarf reduzieren wir den Energieverbrauch.