Die Visualisierung zeigt die neue Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach von der Vorderseite mit Eingang und umliegenden Bäumen.
EINBLICKE - MEDIZINISCHE VERSORGUNG UND ENTWICKLUNG
Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach stellt Weichen für die Zukunft
Spatenstich, Umbenennung und neue Entwicklungschancen für Bewohnerinnen und Bewohner
Veränderungen bedeuten immer auch neue Chancen. Für die Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach gilt das in besonderem Maße: Mit dem Spatenstich für einen Neubau, einer zukunftsorientierten Lösung für den offenen Bereich und der Umbenennung der Einrichtung werden wichtige Schritte für die Weiterentwicklung des Angebots umgesetzt. Gleichzeitig feiert die Einrichtung 2026 Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.
Neuer Wohnraum für mehr Lebensqualität
Wo sich Menschen wohlfühlen, entsteht Raum für persönliche Entwicklung, Selbstständigkeit und Teilhabe. Mit dem Neubau einer modernen Wohnanlage für 24 Menschen mit seelischen Behinderungen schaffen die Bezirkskliniken Mittelfranken in Ansbach die Voraussetzungen dafür. In dem beschützenden Bereich der Sozialpsychiatrischen Einrichtung Ansbach werden künftig jeweils sechs Bewohnerinnen und Bewohner in vier Wohngruppen gemeinsam leben.
Mindestens 14 Bewohnerplätze sind für Menschen mit intensiven Betreuungsbedarf vorgesehen. Das neue Gebäude wird als Modulbau errichtet. Für das Bauprojekt investieren die Bezirkskliniken Mittelfranken rund 15,5 Millionen Euro. Der Umzug ist für das Jahr 2027 geplant.
Dr. Matthias Keilen, Vorstand Medizin der Bezirkskliniken Mittelfranken freut sich, dass der Neubau die besonderen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt:
„Der Neubau bedeutet für unsere Bewohnerinnen und Bewohner einen spürbaren Zugewinn an Lebensqualität. Ruhige Einzelzimmer mit Blick ins Grüne, neue Therapieräume, klare Strukturen und Farbkonzepte, und ein schön angelegter Garten schaffen ein Umfeld, in dem sie sich sicher und gut aufgehoben fühlen können. Das sind wichtige Voraussetzungen für eine erste Stabilisierung, aber auch für die Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit“.
Neue Perspektive für Offenen Bereich
Neben dem Neubau für den beschützenden Bereich wurde auch für den offenen Bereich der Sozialpsychiatrischen Einrichtung Ansbach eine zukunftsorientiere Lösung gefunden. Die Bewohnerinnen und Bewohner können in eine Einrichtung des AWO Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken ziehen.
Dort profitieren sie von einer deutlichen besseren Anbindung an weiterführenden Unterstützungsangeboten wie z.B. ambulant betreute Wohngruppen und erhalten passgenaue Perspektiven für ihren weiteren Weg in Richtung Selbstständigkeit. Zugleich bietet das Wohnumfeld außerhalb eines Klinikgeländes günstigere Voraussetzungen für ein eigenständiges Leben und eine noch stärkere Teilhabe am gesellschaftlichen Umfeld.
30. Jubiläum und Neubenennung
Neben dem Spatenstich feierte die Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach 2026 auch einen runden Geburtstag. Seit 30 Jahren ist sie Teil des Leistungsspektrums der Bezirkskliniken Mittelfranken. Zu ihren Aufgaben gehört es primär, Menschen mit seelischer Behinderung Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Um klarer aufzuzeigen, dass dieses Angebot zur Eingliederungshilfe gehört, wurde das ehemalige Soziotherapeutische Wohnheim Ansbach in Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach umbenannt. Die neue Bezeichnung entspricht nun auch klarer den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen ist. Sie reiht sich außerdem ein in Bezeichnungen vergleichbarer Angebote für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen. Auf diese Weise ist unser Angebot für Angehörige und Kooperationspartner nun transparenter.