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EINBLICKE - MEDIZINISCHE VERSORGUNG UND ENTWICKLUNG

Neue Psychosomatische Fachklinik Altmühltal in Treuchtlingen

Neue Klinik verbindet spezialisierte psychosomatische Behandlung mit einer Umgebung, die Ruhe und Rückzug ermöglicht

Die Natur heilt keine Depression. Helle Räume und freundliche Gärten auch nicht. Doch sie schaffen eine Atmosphäre, in der sich Patientinnen und Patienten sicher und geborgen fühlen. Deshalb verbinden die Bezirkskliniken Mittelfranken in der Psychosomatischen Fachklinik Altmühltal medizinische Expertise mit einer hohen Aufenthaltsqualität und der naturnahen Lage in Treuchtlingen.

Medizinisches Profil

Die neue Klinik öffnet im November 2026. Sie bietet 143 Behandlungsplätze auf fünf Stationen, darunter eine Privatstation. Das Angebot richtet sich an Erwachsene mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Burn-out. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Behandlung von Menschen, deren körperliche Erkrankungen mit psychischen und psychosomatischen Beschwerden einhergehen – etwa bei Post-Covid, Fatigue, Adipositas oder nach einer Krebserkrankung. Ein weiteres Angebot richtet sich an Menschen im höheren Lebensalter mit psychischen Belastungen, insbesondere mit Depressionen.

Chefärztliche Doppelspitze

Dr. med. Katharina Grobholz und Prof. Dr. med. Imad Maatouk teilen sich die chefärztliche Leitung der Klinik. Beide bringen unterschiedliche Schwerpunkte ein.

Dr. med. Katharina Grobholz

Dr. med. Katharina Grobholz ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden psychosomatische Beschwerden im Zusammenhang mit Long- und Post-Covid sowie Fatigue und chronischer Erschöpfung. Zuvor leitete sie psychosomatische und neuropsychiatrische Bereiche am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und am kbo-Isar-Amper-Klinikum. Dort baute sie auch eine der ersten Long- und Post-Covid-Ambulanzen im Münchner Raum mit auf. Zuletzt war sie Chefärztin an der Oberbergklinik Jägerwinkel am Tegernsee.

Prof. Dr. med. Imad Maatouk

Prof. Dr. med. Imad Maatouk ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Innere Medizin. Zusätzlich verfügt er über eine Qualifikation in Psychoonkologie nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft. Seit 2024 leitet er den Lehrstuhl für Integrierte Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Würzburg, zu dem auch die Professur für Integrative Onkologie und Psychoonkologie gehört. Damit bringt er besondere Expertise für die psychosomatische Begleitung von Menschen nach einer Krebserkrankung ein.

Die Doppelspitze verbindet klinische Erfahrung und wissenschaftliche Kompetenz. Über Prof. Dr. Maatouk besteht zudem ein enger Austausch mit dem Universitätsklinikum Würzburg. So finden aktuelle Forschungsergebnisse und neue Therapiekonzepte ihren Weg in die Fachklinik.

Körper und Psyche zusammendenken

Körper, Psyche und Lebensumstände beeinflussen sich bei psychosomatischen Erkrankungen oft gegenseitig. Dauerhafter Stress im Beruf oder Privatleben kann körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen oder Magen-Darm-Probleme auslösen. Umgekehrt belasten chronische Schmerzen oder schwere Erkrankungen die Seele und verstärken depressive Symptome.

Das multiprofessionelle Team der Klinik betrachtet deshalb den Menschen in seiner Gesamtheit. Es erstellt für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan, der Erkrankung, körperliche Verfassung, Lebenssituation und Wünsche berücksichtigt. Einzel- und Gruppentherapien bilden die Basis der Behandlung. Ergänzend kommen Körper- und Bewegungstherapie, kreative Verfahren, Achtsamkeit, Entspannung und weitere Spezialtherapien hinzu.

Zu diesem ganzheitlichen Ansatz gehören auch das Haus und die Umgebung. Das neue Gebäude verbindet helle Räume und warme Farben mit Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Der Innenhof und der Patientengarten bieten Raum zum Spazierengehen oder Meditieren.

In den Gemeinschaftsräumen können Patientinnen und Patienten ins Gespräch kommen. Für Bewegung stehen außerdem ein Sportplatz und ein Fitnessraum zur Verfügung. Die Natur des Altmühltals ergänzt das medizinische Konzept. Die Landschaft mit ihren hellen Jurafelsen, Wacholderheiden und bewaldeten Hängen kann beruhigen und helfen, die Gedanken zu ordnen.

Eine freundliche Umgebung und die Landschaft des Altmühltals allein heilen natürlich keine psychische Erkrankung. Doch sie schaffen einen geschützten Ort, an dem Menschen Abstand gewinnen, neue Perspektiven entdecken und sich ganz auf ihre Behandlung konzentrieren können. Gesund werden müssen die Menschen selbst, mit Unterstützung von Therapie und Team. Der richtige Ort kann ihnen dafür Raum geben und die Kraft für den nächsten Schritt.

Vom Stadtkrankenhaus zur Fachklinik

Mai 2021

Übergabe des ehemaligen Stadtkrankenhauses und des Grundstücks an die Bezirkskliniken Mittelfranken

Juli 2021

Beginn der Abbrucharbeiten

Mai 2022

Beginn der Rohbauarbeiten

Dezember 2022

Grundsteinlegung

Dezember 2023

Richtfest

November 2026

Eröffnung der Psychosomatischen Fachklinik Altmühltal